Quelle: Bezirksblätter
Quelle: Bezirksblätter
Kurier 6.5.2014
Kurier 6.5.2014
Quelle: Kurier 22.3.2014
Quelle: Kurier 22.3.2014
Quelle: NÖN 21.3.2014
Quelle: NÖN 21.3.2014
Quelle: Bezirksblätter 19.3.2014
Quelle: Bezirksblätter 19.3.2014
Quelle:NÖN 5.3.2014
Quelle:NÖN 5.3.2014
Quelle:NÖN 5.2.2014
Quelle:NÖN 5.2.2014
Quelle: NÖN 29.1.2014
Quelle: NÖN 29.1.2014
Quelle:KUrier 28.1.2014
Quelle:KUrier 28.1.2014

Text BITTE anklicken

Quelle: Kurier
Quelle: Kurier
Katrin Bruder
Katrin Bruder

 

Mit Widerstand zu mehr

Lebensqualität

 

Lagerhäuser, Eisenbahnen, Stromleitungen: In Österreich steigt die Zahl der Bürgerinitiativen. Seit einem Jahr formieren sie sich sogar in einem eigenen Dachverband.

23.11.2013 von Georg Renner und Manfred Seeh  (Die Presse)

Schreiben Sie nicht, dass wir kämpfen“, sagt Michaela Mach, „schreiben Sie, wir leisten Widerstand.“ Was eine professionelle Bürgerinitiative sein will, muss darauf achten, welcher Eindruck vermittelt wird. Zu viel Querulantentum, zu viel Aggression, zu viel Egoismus: Es gibt viele PR-Fallstricke, mit denen Initiativen die Gunst der Öffentlichkeit schnell verspielen können. Und unprofessionell zu sein ist das Letzte, was Mach und die anderen Mitglieder der Initiative Kontra Spar Ebergassing sein wollen – denn ihnen gegenüber stehen auf den ersten Blick unüberwindbar wirkende Gegner.

Nicht nur Spar, seines Zeichens der größte private Arbeitgeber der Republik, sondern auch die Gemeinde Ebergassing selbst. „Es wird mit allen Mitteln versucht, uns dagegenzuhalten“, sagt Thomas Edelmaier, Vizechef von Kontra Spar Ebergassing.

Gemessen daran ist beachtlich, was die Bürgerinitiative schon erreicht hat, seit sie 2011 erfahren hat, dass der Handelskonzern in der 4000-Einwohner-Gemeinde knapp zehn Kilometer südöstlich der Wiener Stadtgrenze ein Logistikzentrum riesigen Ausmaßes errichten will. 44.000 Quadratmeter groß, fast 25 Meter hoch soll das Lager werden. Lkw sollen ständig zufahren – 179 sollen werktags in Ebergassing unterwegs sein, dazu noch die Pkw der 150 Menschen, die hier einen Arbeitsplatz finden sollen.

85 Millionen Euro will sich Spar das Zentrum kosten lassen – und so, wie der Konzern es darstellt, spricht vieles dafür: 20 Standorte habe man analysiert, bevor man sich für Ebergassing entschieden habe: Dieses sei für Lkw von der Autobahn (S1) zu erreichen, ohne durch ein einziges Ortsgebiet zu müssen; durch die Lage würden fast eine Million Lkw-Kilometer im Jahr eingespart werden, der CO2-Ausstoß damit um mehr als 1500 Tonnen gesenkt werden.

Während die offiziellen Vertreter der Gemeinde Ebergassing das Projekt verteidigen – nicht zuletzt wohl auch wegen der erwarteten Mehreinnahmen von 150.000 Euro jährlich durch die Kommunalsteuer –, hat die Bürgerinitiative, deren harter Kern etwa 20 Menschen umfasst, gut 900 Unterstützungsunterschriften gegen das Logistikzentrum gesammelt – „und das sind nur die, die sich in einer solchen Kleingemeinde offen zu deklarieren wagen“, sagt Edelmaier. In Wirklichkeit seien es viel mehr, die nicht dauernd Lärm, Flutlicht und Abgase durch die nur knapp mehr als 100 Meter vom besiedelten Gebiet entfernte Anlage ertragen wollten – da Ebergassing doch ohnehin schon Luftschutzsanierungsgebiet sei. „Wir vertreten die Mehrheit“, zeigt sich die Bürgerinitiative überzeugt – belegen lässt sich das nicht, denn eine von der ÖVP-Minderheit im Gemeinderat beantragte Volksbefragung über das Projekt hat die SPÖ-Absolute abgelehnt.

Ursprünglich hätte das Logistikzentrum bereits im Dezember eröffnet werden sollen, erzählt Mach – wegen des Widerstands der Bürgerinitiative sei aber noch nicht einmal das Bau- und Gewerberechtsverfahren erledigt: So hat der Verein vorgebracht, dass ein Teil des Projekts Natura-2000-Gebiete betreffe. Derzeit ist das Verfahren überhaupt ausgesetzt, da geprüft wird, ob die Errichtung des Logistikzentrums nicht eine (umfangreiche) Umweltverträglichkeitsprüfung voraussetzt, bei der die Bürgerinitiative selbst Parteistellung hätte (und die wohl noch einmal Monate, wenn nicht Jahre dauern würde). Das Land Niederösterreich hat das diese Woche verneint – trotzdem hofft die Bürgerinitiative weiter: Niederösterreichs Umweltanwalt und der Umweltdachverband haben gegen die Entscheidung Einspruch erhoben.


Klub der Rebellen. „Die Ebergassinger sind ein leuchtendes Beispiel für viele Bürgerinitiativen“, sagt Herta Wessely, Grande Dame der österreichischen Bürgerinitiativenszene. Vor einem Jahr hat sie die 2006 gegründete Wiener Aktion 21, einen Dachverband unterschiedlicher regionaler Inititativen, auf ganz Österreich ausgeweitet. Seither haben sich bundesweit 23 Initiativen unter dem Schirm der Aktion 21 Austria versammelt, die sie vor allem mit organisatorischem Know-how unterstützt.

Es sind Initiativen, die verschiedener nicht sein könnten: Die „Freunde der Thayatalbahn“ etwa, die gerade wieder mit Grenzblockaden im Waldviertel auf ihr zwei Jahrzehnte altes Anliegen aufmerksam machen, die Gleise der stillgelegten Thayatalbahn doch nicht abzutragen, sondern zum Transport zwischen Waidhofen und dem tschechischen Slavonice zu nutzen. Auch, um die „von Schwertransport geplagten“ Ortschaften im Norden Niederösterreichs zu entlasten. „Wir setzen die Proteste so lange fort, bis wir die Zuständigen vom Land Niederösterreich erreichen“, zitiert der „Kurier“ Aktivisten bei einer solchen Grenzblockade.

Verkehr, Denkmalschutz, Megabauten und Grünraum: Das sind die Bereiche, in denen immer mehr Bürger sich für (oder gegen) Interessen einsetzen. Zuletzt stark im Kommen: der Widerstand gegen Energieprojekte wie Stromleitungen, Windräder oder Schiefergasbohrungen. Kommende Woche treffen sich in Mistelbach 20 energiebezogene Initiativen.

„Es gibt so viel unglaubliche Präpotenz seitens der Politik“, sagt Wessely. Ihr sei ein besonderes Anliegen, den Leuten zu zeigen, dass man sich nichts gefallen lassen müsse. „Es geht um unsere Lebensqualität“, sagt die 73-Jährige. „Und wenn man sich für ein einzelnes Anliegen einsetzt, hat das mehr Gewicht, als wenn man eine klassische politische Laufbahn in den Parteien anstrebt.“

Ähnlich sieht man den Initiativenboom in Ebergassing. „Auf dem Land sind Gemeinderäte nicht immer hochkarätig besetzt“, sagt Thomas Edelmaier, vielerorts seien das eher „rustikale Einrichtungen“. Dort, wo es absolute Mehrheiten gebe, würde es langsam „ungemütlich“ für sture Amtsträger.


Sonderfall Klosterneuburg. In der drittgrößten Stadt Niederösterreichs spielt sich gerade Historisches ab. Eine mit mittlerweile mehr als 4000 Unterschriften ausgestattete Bürgerinitiative macht gegen Umwidmungen von Grün- in Bauland mobil. Erreicht wurde eine Volksbefragung – die erste in der Geschichte der Babenbergerstadt mit dem berühmten Stift.

Die Sache nahm allerdings eine bemerkenswerte Wende: Die besagte Initiative – sie nennt sich Wertvolles bewahren für morgen – legte Fragen zur Unterschrift vor, die dem mit absoluter ÖVP-Mehrheit ausgestatteten Gemeinderat nicht so recht gefallen. Ortschef Stefan Schmuckenschlager entschied sich daher für eine ungewöhnliche Variante: Er ließ kurzerhand Fragen des Gemeinderats ausarbeiten, wodurch nun zwei Fragenkataloge aufliegen und somit auch zwei Volksbefragungen am selben Tag (1. Dezember) stattfinden.

Heißestes Eisen ist der geplante Neubau eines Feuerwehrhauses an einem neuen Standort in Weidling. Hier will Schmuckenschlager dem Gemeinderat empfehlen, den Bau jedenfalls durchzuziehen. Auch wenn die Befragungen negativ ausfallen. Mit folgender Einschränkung: Sollte die Beteiligung an den Befragungen besonders hoch sein und das Votum gegen das Feuerwehrhaus ausgehen, werde man den Plan wohl doch fallen lassen.

 

 

Quelle:Kurier 23.11.2013
Quelle:Kurier 23.11.2013
Kurier 16.11.2013
Kurier 16.11.2013
Quelle: Kurier 14.11.2013
Quelle: Kurier 14.11.2013
Quelle:NÖN 30.11.13
Quelle:NÖN 30.11.13
Quelle: Kurier 22.10.2013
Quelle: Kurier 22.10.2013
Quelle: Kurier 26.9.2013
Quelle: Kurier 26.9.2013
Quelle:NÖN 4.9.2013
Quelle:NÖN 4.9.2013

Bezirksblätter 14.08.2013

Krone 11.08.2013

Kurier 7.8.2013
Kurier 7.8.2013
NÖN 10.07.2013
NÖN 10.07.2013
Quelle: Kurier 3.7.2013
Quelle: Kurier 3.7.2013
Quelle: Österreich
Quelle: Österreich
Quelle:NÖN 19.06.2013
Quelle:NÖN 19.06.2013
Quelle: Kurier 12.06.2013
Quelle: Kurier 12.06.2013
Bild anklicken
Bild anklicken

Bild, bitte anklicken

 

Text bitte, anklicken

Quelle:Bezirksblatt 8.5.13
Quelle:Bezirksblatt 8.5.13
Quelle: Kurier
Quelle: Kurier

bitte, anklicken

Weiter Proteste gegen Mega-Lager

 

von Spar in Ebergassing


Am Freitag wird gegen das geplante Spar-Lager in Wien demonstriert. - © APA

Im Bezirk Wien-Umgebung will die Handelskette Spar ein 44.000 Quadratmeter großes Lager bauen, in Bad Blumau ein Zulieferer ein 27 Hektar großes Glashaus. Dagegen protestieren Bürgerinitiativen am Freitag und laden zur Demonstration nach Wien.

 

Die Kundgebung vor dem Umweltministerium ist am Freitag von 10 bis 12 Uhr angesetzt. Die niederösterreichische Bürgerinitiative kämpft bereits seit längerem gegen das geplante Spar-Projekt in Ebergassing. Sie kritisiert unter anderem die Gefährdung des Natura 2000 Naturschutzgebiets, da durch den Bau des Logistikzentrums der Verkehr durch dieGemeinde deutlich zunehmen würde. Die nächste Anbindung zur Schnellstraße S1 sei 16 Kilometer entfernt. Bahnanschluss gäbe es keinen. Zudem stellt das Projekt laut Initiatoren keinen Gewinn für den Ort dar.

 

Rückendeckung kommt von der Bürgerinitiative “Pro Bad Blumau”, die sich gegen ein ähnliches Projekt der Handelskette stellt. Im steirischen Kurort soll ein 27-Hektar großes Glashaus des Spar-Gemüselieferanten Frutura gebaut werden. Der Tourismus in der Gemeinde sowie die regionalen Betriebe würden aber dadurch gefährdet werden, meinen die Initiatoren. (APA)

 

Quelle:

http://www.vienna.at/weiter-proteste-gegen-mega-lager-von-spar-in-ebergassing/3556160

 

 

 

Quelle:NÖN 24.4.2013
Quelle:NÖN 24.4.2013

Quelle: Kurier 10.04.2013

Fluglärm-Opfer bereiten Klagen gegen Airport und Land NÖ vor Bürgerinitiativen reichen Sammelklage gegen Republik und das Land NÖ ein.





Von „Hunderten Interessenten“ für eine Sammelklage gegen die Republik Österreich, das Land NÖ sowie gegen die Flughafen Wien AG berichtet Rechtsanwalt Wolfram Proksch. Bei einer Sitzung der 27 Bürgerinitiativen, die den Flughafen-Mediationsvertrag nicht mitunterzeichnet hatten, wurden am Dienstagabend erste Zusagen aus Liesing, aber auch aus Rauchenwarth (Bezirk Wien-Umgebung) oder Enzersdorf/Fischa (Bezirk Bruck/L.) abgegeben. Ende Mai will man bekannt geben, wie viele Flugrouten-Anrainer sich der Sammelklage letztlich anschließen.

 

„Zwei Klagsführungen sind angedacht“, erklärt Proksch. „Zum einen gegen die Republik und das Land NÖ auf Amtshaftung und Schadensersatz; und zum anderen aus dem Nachbarrecht gegen den Flughafen – auf Unterlassung und Ausgleichszahlungen.“

Basis der Klagen ist das EuGH-Urteil zu Gunsten von Jutta Leth aus Zwölfaxing. Die Flughafen-Anrainerin fordert Schadensersatz, weil ihr Grundstück infolge permanenter Überflüge an Wert verloren habe. Die Klage basiert auf dem Umstand, dass der Airport mehrmals erweitert wurde, ohne dass jemals eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) stattfand. Die Richter in Luxemburg sehen einen Entschädigungsanspruch, wenn Leth nachweisen kann, dass ein Zusammenhang zwischen der nicht erfolgten UVP und der Wertminderung ihrer Liegenschaft besteht.

 

Brief an Bures

In einem offenen Brief an Verkehrsministerin Doris Bures kritisiert die Bürgerinitiative „Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste“ einmal mehr das Überfliegen dicht besiedelter Gebiete sowie eine zu großzügige Auslegung der Nachtflugregelung. Bures wird eingeladen, sich einer Podiumsdiskussion zu stellen.

 

 

 

 

Quelle: NÖN 3.4.2013
Quelle: NÖN 3.4.2013
Quelle: NÖN 27.03.2013
Quelle: NÖN 27.03.2013

Radio NÖ 8Uhr Journal

ORF_NOE.mp3
MP3 Audio Datei 607.7 KB

Pressekonferenz

von 05 Feb.2013 der Radiosender FM4 brachte gestern einen Bericht darüber,

für Sie zum Nachhören (von Christoph Weiss FM4)
Logo bitte anklicken

oder hier der Download

Pressekonferenz_1.mp3
MP3 Audio Datei 2.3 MB
Pressekonferenz_2.mp3
MP3 Audio Datei 2.5 MB

bitte, anklicken

Quelle:NÖN 14.03.2013
Quelle:NÖN 14.03.2013

bitte, anklicken

bitte, anklicken

NÖN: 20.02.2013
NÖN: 20.02.2013

Alle Pressemeldungen


von 4.2 bis 8.2.2013


auf einen Blick


Logo bitte anklicken





Quelle:Kurier 2.Feb.2013
Quelle:Kurier 2.Feb.2013
Quelle:Kurier 06.02.2013
Quelle:Kurier 06.02.2013

Quelle: NÖN 30.01.2013

Passt Spar-Zentrale nicht ins Ortsbild?
Verwirrung / Landes-Gutachten soll für Logistikzentrum negativ ausgefallen sein. Spar-Gegner jubeln, Unternehmen überrascht.

 

Von Gerald Burggraf

EBERGASSING / Der Kampf um das geplante Spar-Logistikzentrum geht munter weiter. Während man auf Unternehmerseite, einem positiven Bescheid seitens der Bezirkshauptmannschaft (BH) entgegen sehnt, geht die Bürgerinitiative „Kontra Logistikzentrum Ebergassing“ (BI) nochmals aufs Ganze.

Neben einer neuerlichen Demonstration am Kirchenvorplatz heute früh, versucht man vor allem bei den Behörden und der Politik einzuwirken. Laut einer Aussendung der BI dürfte man nun Rückenwind vom Land NÖ bekommen. So soll ein Gutachten erstellt worden sein, dass die Spar-Zentrale als nicht ins Ortsbild passend einstuft. „Bisher wurde das Ortsbild gar nicht einbezogen. Obwohl ich das schon tragisch finde“, führt BI-Sprecher Thomas Edelmaier gegenüber der NÖN aus.

Seitens der Landesregierung hält man sich zum genauen Inhalt des Ortsbildgutachtens jedoch bedeckt. Aus „Gründen der Amtsverschwiegenheit bei einem laufenden Verfahren“ könne man keine Auskunft geben, so Petra Eichlinger von Abteilung „NÖ gestalten“ in der Baudirektion.

Sichtlich verwundert zeigen sich jedoch Spar und Bürgermeister Roman Stachelberger in Bezug auf das Ortsbildgutachten. Während man bei der Handelskette von einem derartigen Schriftstück noch nichts wisse, kann sich der Ortschef die Notwendigkeit dessen nicht erklären.

„Ortsbildgutachten  gibt es nur ohne Plan“

„Ein Ortsbildgutachten gibt es normalerweise nur, wenn es keine Bebauungsvorschriften gibt“, erläutert er im Gespräch mit der NÖN. Doch im Fall der Spar-Zentrale würden sämtliche Eckdaten wie Fläche oder Höhe vom Bebauungsplan abgedeckt werden, so Stachelberger. „Es steht schon im Gesetz, dass diese Dinge dann nicht mehr von einem Ortsbildgutachten beurteilt werden dürfen“, erklärt er.

Beim Logistikzentrum habe man sogar die Gestaltung des Gebäudes drinnen und daher könne man auch hier mit dem Gutachten nichts verändern.

Bei Spar verweist man zudem wiederholt darauf, dass es sicher „kein besser geprüftes Projekt“ als das geplante Logistikzentrum gebe. „Alles was den Bürger betrifft wurde geprüft und für positiv befunden“, zeigt sich Spar-NÖ-Geschäftsführer Alois Huber optimistisch. Aktuell werde alles „Hieb und Stichfest“ gemacht.

 

Eine Ansicht, die man bei den Spar-Gegnern mit Sicherheit nicht teilt. Dort denkt man keineswegs an Aufgeben und gibt sich selbstbewusst. „Viele Dinge wären ohne die Bürgerinitiative gar nicht ans Licht gekommen“, betont BI-Sprecher Edelmaier. Er verweist dabei etwa auf die, laut BI gegebene, Kostensteigerung für die Gemeinde auf über zwei Millionen Euro.

 

Darüber hinaus habe man erfahren, dass der Lärmspitzenpegel zu hoch angesetzt wurde und es daher von der BH die Order gab dieses Gutachten umzuarbeiten. Bei Spar betont man jedoch, dass man noch nicht aufgefordert wurde, etwas nachzureichen.

 

Quelle:OÖ Krone 28.01.2013
Quelle:OÖ Krone 28.01.2013

FM 4 ORF


Quelle http://fm4.orf.at/stories/1712332/


Aufstand gegen Supermarkt-Konzern

 

Lagerhallen im Naturschutzgebiet, Großplantagen im Thermenort: Bürgerinitiativen organisieren sich gegen die Marktmacht eines Supermarkt-Konzerns.

Die Marktmacht von Supermarktketten ist in Österreich stärker ausgeprägt als in anderen EU-Staaten. Im Jahr 2010 kamen die drei größten Handelskonzerne (Rewe, Spar und Hofer) laut Marktanalysen auf einen gemeinsamen Marktanteil von über 83 Prozent. Neue Bauprojekte können diese Konzerne manchmal überraschend leicht durchsetzen. In den letzten Wochen haben sich Bürgerinitiativen und Plattformen von Betroffenen solcher Bauvorhaben formiert. In mehreren Bundesländern protestieren sie gegen verschiedene Großprojekte der Supermarktkette Spar.


24-Stunden-Betrieb im Naturschutzgebiet


Im niederösterreichischen Ebergassing will die Handelskette eines der größten Logistikzentren Europas errichten: 25 Meter hoch auf 44.000 Quadratmetern Fläche. Schätzungen zufolge würde der Betrieb 270.000 LKW- und PKW-Fahrten pro Jahr in die kleine Gemeinde mit 844 Einfamilienhäusern bringen - auch nachts und auch an Sonn- und Feiertagen. 24 Stunden Lärm und Abgase direkt neben und teils sogar in einem "Natura 2000"-Schutzgebiet, das für das geplante Logistikzentrum bereits teilweise umgewidmet wurde.

"Direkt neben dem Logistikzentrum hat die Gemeinde erst vor kurzem ein Freizeit- und Sportgelände für Kinder eröffnet", erzählt Reinhard Ertl von der Bürgerinitiative Kontra Logistikzentrum Ebergassing. Eine Berechnung seitens der TU Wien, wie stark durch das Logistikzentrum die Luft mit Schadstoffen belastet würde, lasse darauf schließen, dass "im östlich liegenden Grünareal ein dauerhafter Aufenthalt von Personen auszuschließen sei".

Geplantes Logistikzentrum in Ebergassing: Unmittelbar daran angrenzend das Freizeit- und Sportareal für Kinder und ein Naturschutzgebiet.

 

Untätige Politik


Das Zulassungsverfahren für das Projekt erwecke den Eindruck einer fragwürdigen Allianz zwischen dem Unternehmen und der Regionalpolitik, so Ertl. Obwohl Flächenumwidmungen nicht anlassbezogen sein sollten, sei sie im Fall des Logistikzentrums ganz auf das Projekt zugeschnitten. So wurde unter anderem die zulässige Gebäudehöhe von bisher 15 auf 30 Meter angehoben. Zudem habe es angeblich ein Stillhalteabkommen zwischen Betreiber und Gemeindepolitikern gegeben. "Zuerst sagte uns der Bürgermeister: 'Es gibt kein Projekt. Es gibt erst ein Projekt, wenn es eingereicht wurde'. Und als das Projekt da war, sagte er: 'Die Behörden prüfen. Ich kann nichts machen.'" Der Bürgermeister Ebergassings, Roman Stachelberger (SPÖ), ist derzeit auf Urlaub und nicht erreichbar.


Kein Kompromiss


Alois Huber, Geschäftsführer von Spar in Wien und Niederösterreich, betont, dass er mit der Bürgerinitiative kommuniziere, diese aber jegliche Kooperation verweigere: "Es muss auch von der Bürgerinitiative ein Entgegenkommen geben. Nicht immer nur von uns. Die Auswirkungen des Logistikzentrums - das ist von Amts-Sachverständigen fix - sind nicht gegeben für die Bürger von Ebergassing. Aber wir sind trotzdem gerne bereit, darüber zu reden. Obwohl die Obfrau wortwörtlich gesagt hat: 'Wir wollen keinen Kompromiss, wir wollen euch verhindern'. Insofern tue ich mir schwer, hier weiteres anzubieten".

Kreative Umgestaltung eines Werbeplakates


Die Bürgerinitiative kritisiert, dass der Supermarkt-Konzern ausgearbeitete Verbesserungsvorschläge unberücksichtigt lasse: Flüsterasphalt, lärmdämmende Maßnahmen, Verlegung der Nachtwarteplätze für LKWs mit Kühlaggregaten oder ein permanentes Abschalten der akustischen Rückfahrwarner seien für den Konzern kein Thema. Für Geschäftsführer Huber ist ein Logistikzentrum im Naturschutzgebiet Ebergassing sogar sinnvoller als in einem Industriegebiet: "Es ist das einzige verfügbare Grundstück, wo wir auf dem Weg nach Wien durch keine einzige weitere Ortschaft fahren müssen". Zwar habe die Bürgerinitiative mehrere Alternativen vorgeschlagen, diese seien aber entweder nicht verfügbar, oder würden Autofahrten durch andere Ortschaften mit sich bringen.

 

Agrarindustrie im Thermenort


In der steirischen Thermengemeinde Bad Blumau unterstützt Spar ein geplantes Riesen-Gewächshaus seines Agrarpartners Futura. Das Gebäude soll einen Kilometer lang und 300 Meter breit werden - Dimensionen, die man eher aus Anlagen in Südspanien kennt. Alle österreichischen Filialen der Lebensmittelkette sollen aus dem riesigen "Mega-Glashaus" mit Gurken, Tomaten und Paprika versorgt werden. Für die Bewässerung der Anlage wollen die Betreiber das Thermalwasser des Ortes anzapfen - und damit mehr Wasser verbrauchen als alle steirischen Thermen zusammen.

Abgekühltes Wasser würde zum Teil ins Thermalwasserbecken zurückgeleitet. Geologen befürchten Schäden, die Bürger dramatische Einbußen im Thermentourismus. Nichtsdestotrotz erging diese Woche ein positiver Wasserrechtsbescheid seitens des Landes Steiermark. Ein dreimonatiger Probelauf wurde genehmigt. Daraus aber, sagt Karl Semmler von der Bürgerinitiative Schützt Bad Blumau, ließe sich nicht ableiten, ob die Therme bei jahrelangem Vollbetrieb des Gewächshauses gefährdet werde. Beim jetzt genehmigten Probelauf würde etwa gar keine Abkühlung des zurückgepumpten Wassers erfolgen.

Arbeitsplätze?


Marie Perl, Tourismusvorsitzende von Bad Blumau, spricht von "Existenzängsten" der Bevölkerung: "Die kleinstrukturierten Betriebe haben hier 500 Arbeitsplätze geschaffen. Nun wird für das Gewächshaus damit geworben, dass es 200 Arbeitsplätze schaffe. Aber dass 500 Arbeitsplätze gefährdet sind, die hier im Tourismus existieren, wird immer wieder vergessen".

Der Agrarbiologe Clemens Arvay, Autor des Bestsellers "Der Große Bioschmäh - Wie uns Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen", hält ebenfalls wenig vom "Totschlagargument Arbeitsplätze". Dieses werde immer dann ins Spiel gebracht, wenn ein Projekt seitens der Agrarindustrie anstehe. "In Wirklichkeit ist es so, dass bei solchen Projekten weit mehr Arbeitsplätze zerstört werden, weil ja auch sehr viele Bauern aufhören müssen, die auch Arbeitsplätze schaffen könnten. Und zwar sehr gute Arbeitsplätze, wo die Menschen auch besser behandelt werden.

Die großen Agrar-Produktionsbetriebe stellen hauptsächlich Saisonarbeitskräfte an, die mit 6,40 € massiv unterbezahlt sind und einem sehr schlechten Umgangston ausgesetzt sind". Arvay habe mit Arbeitern im ungarischen Csardahof, einem Partnerbetrieb der Supermarktkette Hofer, gesprochen. "Die Arbeiter fühlen sich erniedrigt. Wüste Beschimpfungen stehen an der Tagesordnung".


Weinbauern unter Druck


Andernorts klagen Winzer über ein massives Weinbauernsterben: Spar würde Bauern immer wieder am Markt befindliche Landflächen wegschnappen. Die Strategie: Der Konzern bietet Bauern fixe Abnahmeverträge an, wenn sie später ihr Land an den Konzern verkaufen.

Die niederösterreichische Winzerin Anna Paradeiser hat mit dieser Art des Landgrabbing schon öfters Bekanntschaft gemacht: "Ein großes Weingut in der Nachbarschaft steht zum Verkauf. Zuerst heißt es, das Grundstück wird zum Verkauf für jeden angeboten. Ein Grundstück, das vielen kleinen Winzern oder mittelgroßen Betrieben geholfen hätte, wieder Vollerwerbs-Winzer zu werden. Und plötzlich heißt es dann: Nein, das Land wird doch nicht zum allgemeinen Verkauf angeboten, es kriegt nur einer. Und dann haben wir erfahren, dass es die Spar-Kette war". Deren Geschäftsführer Alois Huber weiß davon nichts. Er spricht von Kooperationen mit Bauern: "Die Landwirtschaft ist nicht unser ureigenstes Interesse. Sondern wir arbeiten mit den Landwirten in vielen Projekten zusammen".

Von 1999 bis 2009 hat sich die Zahl der Winzereien in Österreich von ungefähr 30.000 auf 20.000 reduziert - in nur zehn Jahren verschwand also ein Drittel der Betriebe. Für den Agrarbiologen Arvay ist dieses Weinbauern-Sterben typisch: Alle großen Supermarktkonzerne Österreichs würden sich immer mehr eigene Partner-Großplantagen heranzüchten, mit denen sie lokale Landwirtschaftsbetriebe in den Ruin treiben.

 

 Kommentieren

  .....................................................................................................

Die Presse

Widerstand gegen geplantes Mega-Lager von Spar

05.02.2013  (DiePresse.com)

Die Handelskette plant in Ebergassing ein Logistikcenter mit 44.000 Quadratmetern. Eine Bürgerinitiative kämpft gegen Lärm und Naturzerstörung.


Gutachten: Gleis für Bahnanschluss fehlt


Die Bürgerinitiative kritisiert unter anderem die "Zerstörung eines Natura 2000 Schutzgebiets" und die erhöhte Lärmbelastung durch den zusätzlichen Verkehr. Laut Spar wird es 350 Lkw-An- oder Abfahrten pro Tag geben. Die Initiative hat auch ein Lärmgutachten vom Umwelttechniker Thomas Macoun von der Technischen Universität Wien eingeholt: "Der Standort entspricht grundsätzlich nicht mittel- und langfristigen Zielsetzungen der Organisation von Logistikzentren, die der Versorgung Wiens dienen", heißt es in dem Gutachten. "Insbesondere fehlt im Unterschied zum Standort in St. Pölten ein Anschlussgleis, um längerfristigen Zielsetzungen der Verlagerungsmöglichkeit auf die Schiene zu entsprechen. Die Distanzen zum hochrangigen Verteiler S1 sind relativ lang."

Spar habe mehr als 20 verfügbare Grundstücke in Niederösterreich und Wien geprüft und den Standort in Ebergassing als am besten geeignet bewertet, sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA. Der Lkw-Verkehr werde durch kein einziges Ortsgebiet geführt, versuchte Berkmann die Bedenken der Bürgerinitiative zu zerstreuen. Auch wurde gemeinsam mit der niederösterreichischen Umweltanwaltschaft das Logistikzentrum "im Sinne des Natura 2000 Schutzgebietes naturverträglich" geplant.

Blumau: Negative Effekte für Tourismus

In der steirischen Tourismusgemeinde Bad Blumau erwartet die Bürgerinitiative negative Effekte für den Tourismus durch das "industrielle Glashausprojekt". Zur Beheizung der 28-Hektar großen Glashausanlage werde mehr Thermalwasser genutzt als alle steirischen Gemeinden miteinander verwenden, kritisiert die Bürgerinitiative. "Wenn Frutura für Spar in derart großem Umfang in die Gemüseproduktion einsteigt, erhöht sich zuerst der Preisdruck auf die Bauern, der schon jetzt hoch ist, und in der Folge kommt es zu einem Bauernsterben von mittleren und größeren Betrieben", erwartet Karl Semmler, Sprecher der Bürgerinitiative und Bad Blumauer Gemeinderat. Die Bürgerinitiative kritisierte auch die "Befangenheit" des Bad-Blumauer-Bürgermeisters, weil dieser ein 4100 Quadratmeter großes Grundstück - an der die Wasserbohrung stattfinden soll - an den künftigen Glashausbetreiber verkauft habe.

Spar-Sprecherin Berkmann betonte, nicht finanziell an dem Frutura-Projekt in Bad Blumau beteiligt zu sein. Spar würde sich über ganzjährig erzeugtes Gemüse aus der Steiermark freuen, weil derzeit 40 bis 50 Prozent des Spar-Jahresbedarfes an Tomaten, Gurken und Paprika außerhalb der Saison aus dem Ausland - etwa Italien und Spanien - importiert werden müsste. Das Glashausprojekt müsse aber umweltrechtlich genau geprüft werden, betont Berkmann. "Auf den ersten Blick ist es aber ein geniales Projekt."

 Quelle: die Presse 06.02.2013

(APA)

 

NÖN

Spar: Diskussion wird wieder hitziger


Offener Schlagabtausch / Bürgerinitiative startet Online-Petition und will weiterkämpfen. Argumentation stößt bei Spar auf großen Unmut.


 

Von Gerald Burggraf


EBERGASSING / Von Behördenseite er ist es um die geplante Spar-Zentrale ruhig geworden. Auf Geheiß von Landeshauptmann Erwin Pröll wird das Projekt noch einmal genau überprüft. Eine Entscheidung über den gewerberechtlichen Bescheid wird es wohl - das dürfte auch wahltaktische Gründe haben - nicht vor der Landtagswahl am 3. März geben.

Seitens der Bürgerinitiative „Kontra Logistikzentrum“ (BI) lehnt man sich jedoch nicht zurück, sondern kämpft weiter verbissen um das Ende des Projekts. „Wir lassen uns nicht mundtot machen“, betont etwa BI-Obfrau Judith Zeilinger-Eberl bei einer Pressekonferenz mit einer anderen Anti-Spar-Bürgerinitiative aus dem steirischen Bad Blumau in Wien. Ihr Mitstreiter Reinhard Ertl ergänzt dazu: „Wir hören sicher nicht auf, auch wenn es einen positiven Gewerbebescheid geben sollte.“

Dieses Bestreben wird durch eine kürzlich gestartete Online-Petition gegen das Spar-Projekt unterstrichen. Bisher konnte man 316 von 500 notwendige Unterstützungserklärungen verzeichnen. In der zugehörigen Erklärung, warum man die Petition unterstützen sollte, listete die Bürgerinitiative noch einmal detailliert ihre Kritikpunkte auf. Und genau diese sorgen bei der Handelskette Spar für große Verärgerung.

In einem deftigen Antwortschreiben von Spar-Konzernsprecherin Nicole Berkmann betont das Unternehmen, dass die Bürgerinitiative bewusst Lügen beziehungsweise Unrichtigkeiten verbreitet. Bei den Ausführungen der Spar-Gegner über Lärmbelästigung und Luftschadstoffe im Erholungsgebiet verweist man auf im Gewerbeverfahren eingebrachte positiv ausgefallene Gutachten seitens der Amtssachverständigen. Darüber hinaus betont man bei Spar, dass das Logistikzentrum bereits vorab mit einem Zertifikat für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet worden sei.

Argumente, die man bei der BI jedoch nicht nachvollziehen kann. Sie sehen weiterhin eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität bei der Realisierung der Spar-Zentrale gegeben. Daher wolle man weiter für die Projektverhinderung kämpfen.

Quelle: NÖN 06.02.2013

 

der Standard

Aufstand gegen Handels-Riesen und Ortskaiser

Regina Bruckner, 5. Februar 2013, 1 

Ein Mega-Glashaus und ein Logistikzentrum für Spar rufen Bürger auf den Plan. Sie drohen mit "einem zweiten Hainburg"

In Bad Blumau rumort es. In der oststeirischen Gemeinde will der Obstvermarkter Frutura einen Glashaus-Komplex errichten, um das ganze Jahr über Gemüse anzubauen. Versorgt werden soll mit dem Grünzeug der Handelsriese Spar. Viele Bürger befürchten nun "spanische Verhältnisse im Kleinen" durch eine industrielle Landwirtschaft auf 27 Hektar Grund. Doch nicht nur das geplante Glashaus erhitzt die Gemüter.

Für Aufregung sorgt auch die Tatsache, dass die unterirdischen Thermalquellen, die als umweltfreundliche Heizquelle genutzt werden sollen, den Thermen das Wasser abgraben. "Eine Therme ohne Wasser ist wie ein Skigebiet ohne Schnee", beschwört die Bad Blumauer Tourismusfachfrau Maria Perl drastische Szenen herauf. Perl ist gemeinsam mit dem Biobauern, Bürgerplattform-Sprecher und Gemeinderat Karl Semmler angetreten, um auf diese und andere Gefahren aufmerksam zu machen. Für Semmler ist klar, dass sich auch der Preisdruck auf die Bauern in der Region erhöhe: "Der ist jetzt schon hoch genug. Wenn Frutura für Spar in dieser Größenordnung in die Gemüseproduktion einsteigt, kommt es zu einem Bauernsterben von mittleren und größeren Betrieben."

Jobs können nicht locken
Die von den Projektbetreibern in Aussicht gestellten 200 Jobs könnten darüber keineswegs hinwegtrösten, so Semmler. Er geht davon aus, dass in dem Betrieb "Arbeitskräfte aus dem Ausland arbeiten werden." Außerdem befürchtet er, dass den gewonnenen Arbeitsplätzen langfristig 500 verlorene gegenüberstehen werden. Denn Tourismusbetriebe und Bauern würden mit dem Projekt keinesfalls gewinnen.In der Gemeinde gehen die Meinungen laut Semmler und Perl auseinander. Da seien einerseits örtliche Touristiker und manche Gemeindepolitiker, die gemeinsam gegen das Projekt seien. Dem sanften Tourismus habe man sich hier verschrieben und das solle auch so bleiben. Andrerseits habe der eine oder andere seinen Grund verkauft, weil er seinen Betrieb nicht weiterführen wollte. Manch einer konnte aber auch ganz einfach den gebotenen Grundstückspreisen nicht widerstehen. Dazu gehöre auch der örtliche Bürgermeister. Zwei bis drei Euro sei der ortsübliche Preis für landwirtschaftlich genutzten Boden, rund das Vierfache habe Frutura geboten. Zwei Drittel der 27 Hektar habe Frutura bereits gekauft. Grundsätzlich wollen die engagierten Bad Blumauer das Projekt gar nicht. Was sie auch stört: "Weil es sich um landwirtschaftliche Nutzung handelt, gibt es dafür auch keine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung, Anm.). Nicht einmal eine landwirtschaftliche Sondernutzung mit entsprechenden Auflagen ist hier vorgesehen."

Logistikzentrum in Ebergassing
Ähnlich aufgeregt und auf den Handelsriesen Spar schlecht zu sprechen ist man im niederösterreichischen Ebergassing. Hier soll ein Logistikzentrum auf 43.000 Quadratmetern entstehen. "Gegen den Willen der Bürger", wie Bürgerinitiativen-Sprecherinnen Judith Zeilinger und Rainhard Ertl betonen. Für das Logistikzentrum (das Gewerbeverfahren ist noch nicht abgeschlossen) wurden Teile des Natura-2000-Schutzgebietes umgewidmet, zeigen sie sich erbost. Angst haben sie vor allem, dass ihre Lebensqualität durch kommende und wegfahrende LKW beeinträchtigt wird. Was Ertl und Zeiliger außerdem erzürnt: "Obwohl Flächenumwidmungen nicht anlassbezogen sein sollten, ist diese genau auf das Logistikzentrum zugeschnitten gewesen. So wurde unter anderem die zulässige Gebäudehöhe von 15 auf 30 Meter angehoben." In der Gemeindezeitung sei den Bürgern und Bürgerinnen das Projekt als "Betriebsgebiet leicht" verkauft worden. "Darunter haben wir uns eine Bäckerei oder einen Spenglerbetrieb vorgestellt", sagt Ertl.

Spar-Rückzug erwünscht
Was man sich nun vom Handelsriesen Spar wünscht, ist in Bad Blumau und in Ebergassing das gleiche: "Auch wenn Bürgermeister und Gemeinderat dafür sind, wollen wir, dass Spar sich zurückzieht." Dafür stehen allerdings die Chancen zumindest in Ebergassing nicht allzu gut. "Das ist für uns genau der richtige Standort", so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Was das Bad Blumauer Projekt von Frutura betreffe, so sei das bislang ohnedies nicht mehr als eine Idee. Da seien nun die Fachleute des Landes Steiermark am Zug. "Wenn die Experten das für gut befinden, dann freuen wir uns auf die dort gezogenen Gurken und Tomaten." Zumindest in Ebergassing hat man laut Bürgerinitiativen-Sprecherin Zeilinger auch einen Plan B, wenn das Logistikzentrum kommt: "Wenn das Gewerbeverfahren positiv ausgeht und gebaut wird, dann gibt es ein zweites Hainburg."

(Quelle: Regina Bruckner, derStandard.at, 5.2.2013)

 

„informieren

     statt

    ignorieren“

 

 die Eber

bitte anklicken
bitte anklicken
Bild anklicken
Bild anklicken

Live Bild  -RICHTUNG-  

SPAR Gelände
alle 30sec

ein Bild update

 

kontra-log-Spar

 

 

Puls4 Beitrag, bitte hier klicken:

Bitte anklicken
Bitte anklicken

Pro-Mensch

........................................

Wir veröffentlichen

nicht unsere Meinung,

wir vertreten die

öffentliche

Meinung

Quelle: 26.Sep. 2012 Bezirksblätter
Quelle: 26.Sep. 2012 Bezirksblätter

die Bürgerinitiative

zeigt es vor,

wie Information

in einer Demokratie

funktioniert